Prepaidkreditkarten

Die Vergabe von Kreditkarten ist üblicherweise an strikte Voraussetzungen geknüpft. Dazu gehören neben der Volljährigkeit des Karteninhabers auch ein laufendes Einkommen und eine einwandfreie Schufaauskunft. Bedingungen, die viele Menschen nicht erfüllen können. Da Kreditkarten als Zahlungsmittel immer wichtiger werden (manchmal kann man nur mit der Kreditkarte bezahlen), bieten mittlerweile immer mehr Banken auch sogenannte Prepaidkreditkarten an.

Prepaidkreditkarten – Kontoführung auf Guthabenbasis
Prepaidkreditkarten sind eigentlich keine echten Kreditkarten, sondern Debitkarten, die nur die vorhandene Infrastruktur der großen Kreditkartenanbieter (Mastercard und Visa) nutzen und von diesen lizensiert bzw. ausgegeben werden. Die Benutzung von Prepaidkreditkarten unterscheidet sich kaum von der Nutzung echter Kreditkarten. Allerdings ist der Einsatz von Prepaidkreditkarten immer nur dann möglich, wenn die Karte durch ein entsprechendes Guthaben gedeckt ist. Denn bei Prepaidkreditkarten wird das Kreditkartenkonto grundsätzlich auf Guthabenbasis geführt. Das Kreditkartenlimit ist also dynamisch und äquivalent des aktuellen Guthabens. Daraus ergibt sich eine gute Kontrolle über den Karteneinsatz. Es kann grundsätzlich kein Geld ausgegeben werden, das man nicht auch besitzt.

Auch für Minderjährige & bei schlechter Schufa!
Dadurch, dass Prepaidkreditkarten keinen Sollsaldo ermöglichen, können diese auch an Minderjährige ausgegeben werden. Das Mindestalter liegt meistens bei 14 oder 16 Jahren (variiert je nach Bank). Auch für Personen, die kein laufendes Einkommen haben oder eine schlechte Schufaauskunft besitzen, sind Prepaidkreditkarten in der Regel möglich. Auch bieten sich Prepaid Kreditkarten für Studenen an.

Vergleichsweise hohe Kosten
Ein Nachteil an Prepaidkreditkarten sind die vergleichsweise hohen Kosten. Denn während die meisten normalen Kreditkarten mittlerweile fast immer kostenlos angeboten werden, sind Prepaidkreditkarten in der Regel kostenpflichtig. Dabei liegen die üblichen Jahresgebühren in der Regel zwischen 25 und 100 Euro. Auch was die aktive Nutzung von Prepaidkreditkarten ergeben sich hier Nachteile. Denn meistens sind weder Bargeldabhebungen, noch der Einsatz im bargeldlosen Zahlungsverkehr kostenfrei. Somit ist es in der Regel deutlich preiswerter, eine normale Kreditkarte zu besitzen.

Die höheren Kosten bei Prepaidkreditkarten beruhen vor allem darauf, dass die Banken keine Einnahmen durch Sollzinsen generieren können (eine Überziehung ist ja nicht möglich). Durch die hohen Gebühren kompensieren die Banken also in aller Regel die ausbleibenden Sollzinsen.